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25 03
Moratorium 2.0 ??
Wer sich schon etwas gewundert hat, dass hier auf der Seite gerade nicht allzu viel passiert, obwohl da “draussen” eine Menge passiert, dem sei gesagt: Alles in Ordnung! Zurzeit ist das Blogleben allerdings nur zweitrangig zu sehen. Andere Dinge werfen ihre Schatten voraus. Und diese Schatten gilt es momentan zu umschiffen. Und da Tobias ja überall seine Finger mit im Spiel haben muss, kommt er momentan kaum zum bloggen oder zum Blog lesen. Da das aber nicht so weitergehen kann, schreibe ich halt mal wieder ein paar Zeilen.
Unerfreulich!
Nennen wir es Gedankenfetzen oder auch Alltagsbetrachtungen. Mir kommt es zumindest in letzter Zeit immer mehr so vor, als würde der Grund des Abgrundes der Online- wie Offlinemedien gerade neu definiert. Und zwar nach unten. Als ich zuerst von der Verhaftung des Wetterfrosches Kachelmann erfahren hatte, war mein erster Gedanke: Da musste jetzt aber mal ins Internet schauen. Gesagt – getan. Nur leider waren die gefühlten zwanzig ersten Suchtreffer in der Suchmaschine meines Vertrauens – ich wechsel eigentlich in regelmäßigen unregelmäßigen Abständen meinen Standardsuchhafen – eher “hetzerischer” Natur. Man wird das Gefühl nicht los, dass nach dem Papst und seiner katholischen Kirche nun Herr Kachelmann durchs mediale Dorf getrieben wird1. Wahrheitsdarstellung oder zumindest objektive Berichterstattung mit einem gewissen Gefühl der emotionalen Distanz sind Wortformulierungen bzw. Beschreibungen, die ganz weit draußen auf der Wortwiese grasen und sich nicht näher heran trauen, da jene Medien eher dem bösen Wolf zuzurechnen sind als dem sympathischen Schaafswirt Siegfried und seinen journalistischen Ebenbildern. Und unter diesen zwanzig Treffern waren keine Blogs oder persönliche Webseiten sondern allesamt die Webpräsenzen der großen und kleinen Deutschen Zeitungen wie Newsseiten. Nur wenn man dann mal weiter gesucht hat, wurde man fündig, wenn man mehr erfahren wollte, als die hetzerischen Informationen – soso, mit einem Kleinkriminellen sitzt er also in Untersuchungshaft, wie überaus interessant! – und jene Informationen fand man zumeist auf den nachrichtenaffinen Newsblogs dieser Welt. Irgendwie ein kleines Armutszeugnis der professionellen Journalie. Wie so oft versagt sie in gewissen Situationen. Oder lechzt eher dem schnellen Klick hinterher und nutzt reißerische Headlines und kümmert sich erst im zweiten Schritt um die Faktenlage und um eine eigene Meinung. Aber jeder so wie er kann.
Durchdacht?
Nicht großartig überrascht war ich vom Rückzug Googles aus China. Aus dem Land also, wo internationale Firmen und Unternehmensgruppen Milliarden von Dollars, Euros und was es sonst noch so für Währungen gibt, investieren, nur um auch einen Fuß oder sogar ein ganzes Bein in der Tür des chinesischen Aufschwungs zu haben. Mitverdienen ist immer gut. Und wenn man sich erstmal an die Geflogenheiten des Landes angepasst hat, dann fließen die eigenen Investitionen nach und nach auch wieder zurück. Und mehr! Auf welche Kosten, scheint hier zweitrangig zu sein. Das Google hier kein Engel ist, auch wenn sie es vielleicht selbst von sich behaupten (don´t be evil) würden, scheint offensichtlich. Der Rückzug betrifft momentan “nur” den Suchdienst und jener Dienst wäre oder ist ja auch noch für jeden Chinesen erreichbar. Zudem erwarte ich eine gewisse Annäherung zwischen beiden Parteien in naher Zukunft. Der Markt Chinas ist viel zu bedeutend, als dass Google darauf verzichten könnte. Sehr wahrscheinlich steckt eine gelungene Imagekampagne dahinter. Erstmal zurückziehen und Imagelorbeeren ernten, bevor man dann auf den chinesischen Markt zurückkehrt. Man überlässt m.E. nur kurz den chinesischen Suchmaschinenanbietern das Feld um dann geordneter und kraftvoller zurückzukehren.
Inspirierend!
Die Berichterstattung von den Paralympics war m.E. wieder hervorragend vom Sender Eurosport umgesetzt. Die öffentlich-rechtlichen Sender könnten sich gerne eine Scheibe vom Sportsendekonzept abschneiden. Ich empfand es als total inspirierend, wie unsere behinderten Sportler kämpften und bis in die Fußspitzen motiviert waren, um das Beste aus ihrem Sportlerherzen und Körpern herauszuholen. Mein großer Respekt an die Sportler aber auch an Eurosport. Erfolgreicher waren sie zudem auch noch. Zurecht! Schade nur, dass der öffentliche Topf für jene Sportler kaum erwähneswert groß zu sein scheint. Sowie das vermeindliche Interesse.
Bis neulich!
Der Lars
1Einen wunderbaren Artikel zum Thema “Dankbarkeit der katholischen Kirche” kann “Der Postillon” aufweisen. Den Gedanken hatte ich auch schon, also den, dass die katholische Kirche bestimmt nicht traurig darüber ist, mal nicht die Titelseiten zu füllen.
Das im Auszug abgebildete Foto stammt vom flickr user thomas-tkacsik und wurde von ihm unter einer CC Lizenz veröffentlicht und ist unter den dort genannten Bedingungen freigegeben.
