Was macht man mit 20 €?

Feb 23rd, 2009 | By Lars | Category: Zeit(en)geschehen

Man stelle sich vor, man ginge durch die Nürnberger Altstadt und fände auf dem Marktplatz einen leicht verknitterten 20€ Schein. Was nun? Zunächst einmal schaut man sich natürlich um, ob in der näheren Umgebung suchende oder rätselhaft schauende Menschen das Kopfsteinplaster taxieren und ihr Blick vermuten ließe, dass es sich bei jenen Menschen um die eigentlichen Besitzer des Geldscheins handelt.

Wenn dem nicht so ist, untersucht man den gefundenen Geldschein nach Spuren, die einem ggf. Anhaltspunkte geben könnten, ob es sich hierbei um einen lustigen Scherz pubertierender heranwachsender Jugendlicher handelt oder um einen echten Geldschein.

Wir nehmen einfachhaltshalber mal an, dass es sich um einen echten Geldschein handelt, der von niemanden vermisst wird. Was nun?

Große Sprünge kann man mit jenem Geldzuwachs nun auch nicht machen, so dass man auch keine zusätzlichen Urlaubsplanungen angehen bräuchte. Aber was tun mit 20€?

Man könnte viermal “groß” beim schottischen Fast-Food-Tempel essen gehen oder sich die CD von Rainald Grebe (1968) zulegen, die man sich selbst für den kommenden Monat “versprochen” hat. Oder man geht mit der Liebsten ins Kino und jeder bekommt ein Eis und ein Kaltgetränk.

Wäre es Sommer, könnte man damit seine Angetraute zum Eisessen einladen oder ihr einen schönen Blumenstrauß schenken. Einfach so! Dann noch eine Flasche Wein und die alte Decke hervorgekramt und dann ab in die Natur – die Seele baumeln lassen.

Oder man spendet dieses Geld einfach an Menschen, die es wirklich für eine vernünftige Sache benötigen. Natürlich würden einem nun zig Vereine oder Gesellschaften einfallen, die man hier bedenken könnte. Aber – Tobias wäre ja nicht Tobias – man kann ja auch mal ganz anders.

Tobias ist seit einigen Monaten regelmäßiger Leser des Blogs vom Sportjounalisten Jens Weinrich. Jens Weinrich schreibt gerne und viel und dies in einer Art und Weise, die Tobias sehr sympathisch ist. Und dieser Jens Weinrich kämpft seit einigen Monaten den “Kampf seines Lebens” – gegen die Windmühlen in Gestalt des DFB.

Wer hier näheres erfahren will, der google einfach mal nach “Jens Weinrich” und “DFB” und er werde fündig. Natürlich kann man auch direkt im Blog von Jens Weinrich alles notwendige erfahren (in der rechten Spalte gibt’s einen Überblick).

Jener Jens Weinrich erringt anders als sein spanischer “Vorkämpfer” allerdings einen Etappesieg nach dem Anderen – leider ist das Gesamtziel noch nicht gänzlich in Sicht und der DFB scheinbar noch nicht gewillt, die anhängigen Verfahren einzustellen. Zumindest rechnet Jens Weinrich mit weiteren Monaten zermürbender Prozesstage- und verhandlungen. Auch wenn er den Entscheidungen gänzlich positiv gegenübersteht.

Soweit -so gut!

Nur leider macht Justizia ihren Job nicht umsonst. Im gestrigen Blogeintrag ging nun Jens Weinrich einen Schritt, gegen den er sich bisher innerlich gesträubt hatte, wie wahrscheinlich nur der Papst der Annerkung der Homo-Ehe gegenüber. Das Sparschwein ist fast leer und der Millionenlottogewinn landete nicht in Wandlitz. So geht er nun einen vielleicht ungewöhnlichen Weg, um dennoch das juristische Ziel des “Gesamtsieges” zu erreichen – wenn gleich der moralische Sieg längst in seinen Händen liegt.

Jens Weinrich bittet um Spenden für seinen Prozess gegen den DFB. Weitere Infos hierzu kann man auch direkt im genannten Blogeintrag (http://jensweinreich.de/?p=3038) erfahren.

Tobias ist von der Aufrichtigkeit dieses Aufrufes überzeugt und von der Sache ansich sowieso. Daher wurde eben schnell mal ein Pay-Pal Konto eingerichtet und ein kleiner Beitrag (Zwanziger gegen Zwanziger) überwiesen.

Die gesamte Redaktion wünscht Jens Weinrich alles Gute und weiterhin viel Erfolg.

Die Redaktion

PS: Da der oben “zitierte” 20€ Schein aber noch nicht gefunden wurde, wird bisweilen das private Konto von Tobias diese Ausgabe decken.

Das im Auszug abgebildete Foto vom flickR user “onkel_wart” wurde unter einer CC Lizenz veröffentlicht und zur weiteren Verbreitung unter den dort genannten Voraussetzungen freigegeben.

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One comment
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  1. [...] dass diesmal ein Sinn dahinter steckt. Kurzum: ich habe meinen Zwanziger gegen Zwanziger gespendet, andere Bekannte auch, und viele sollten [...]

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